Diese Änderungen betreffen Sie ab November

Im November greifen wieder mehrere Änderungen für Verbraucher – von neuen Kreditregeln über strengere TV-Anforderungen bis hin zu digitalen Bordkarten.

Zudem laufen zwei wichtige Fristen ab, die Sie nicht verpassen sollten, wenn Ihnen die Lebenshaltungskosten zu schaffen machen.

Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen.

 

Strengere Vorschriften für „Buy Now, Pay Later“

Wer am Black Friday am 28. November Schnäppchen jagt, könnte mit neuen Regeln konfrontiert werden – zumindest wenn er oder sie die Bezahlmethode „Buy Now, Pay Later“ (Jetzt kaufen, später bezahlen) nutzt.

Denn für Klein- und Kurzkredite greifen ab dem 20. November europaweit strengere Vorschriften.

Auch bei Beträgen unter 200 EUR ist künftig eine Kreditwürdigkeitsprüfung Pflicht.

Zudem müssen Banken und Anbieter transparenter erklären, welche Kosten auf Kunden zukommen.

Die Grundlage dafür bildet die EU-Verbraucherkreditrichtlinie, die bereits im Oktober 2023 in Kraft getreten ist.

Ziel ist es, insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen besser vor Überschuldung zu schützen.

 

Jetzt kaufen, später zahlen: Schuldenfalle oder sinnvolle Option?

„Buy Now, Pay Later“ wird in der Regel von spezialisierten Zahlungsdienstleistern wie Klarna oder PayPal angeboten, die mit Onlineshops zusammenarbeiten.

Der Rechnungsbetrag wird bei dieser Bezahlmethode später und/oder in Raten eingezogen.

 

Öffentlich-Rechtliche nur noch in HD

Wer noch ein älteres Fernsehgerät ohne HD-Empfang nutzt, muss bald umsteigen.

Ab dem 18. November stellen auch die ZDF-Senderfamilie und weitere öffentlich-rechtliche Programme ihre Satellitenübertragung in SD-Qualität ein.

Betroffen sind ZDF, ZDFinfo, ZDFneo, 3sat und Kika. Bereits zuvor hatte die ARD diesen Schritt vollzogen.

Auch große Kabelanbieter wie Vodafone und Pyur wollen die letzten SD-Versionen der öffentlich-rechtlichen Sender noch in diesem Jahr abschalten.

Wer weiterhin ARD und ZDF empfangen möchte, benötigt daher ein HD-fähiges Gerät oder eine Zusatzbox. Hier finden Sie Tipps für alle, die bisher untätig geblieben sind.

 

Ryanair schafft Papier-Boardingpässe ab

Ab dem 12. November wird bei Ryanair alles digital.

Papier-Boardingpässe gehören der Vergangenheit an. Künftig erhalten Reisende ihren digitalen Pass direkt in der „myRyanair“-App und zeigen ihn beim Boarding einfach auf dem Smartphone vor.

Wer kein eigenes Gerät nutzt, kann die elektronische Bordkarte vom Hauptbucher ans mobile Wallet weitergeleitet bekommen.

Nach Angaben der Airline verwenden bereits rund 80 Prozent der mehr als 200 Millionen Passagiere pro Jahr die digitale Variante.

Für Reisende ohne Smartphone dürfte das Fliegen künftig allerdings komplizierter werden.

 

Kulturpass endet: Letzte Chance nutzen

Der Kulturpass für junge Erwachsene läuft zum Jahresende aus. Wer noch Guthaben übrig hat, sollte schnell handeln.

Das Budget für Konzerte, Museen, Kino oder Bücher kann nur noch bis Ende November eingelöst werden, wie es auf der offiziellen Webseite heißt.

 

Kfz-Versicherung wechseln und sparen

Einmal im Jahr haben Autobesitzer die Chance, ihre Kfz-Versicherung zu optimieren und Hunderte Euro zu sparen.

Stichtag für den Wechsel ist in den meisten Fällen der 30. November. Bis dann muss die Kündigung spätestens bei Ihrem bisherigen Anbieter eingegangen sein, um zum Jahreswechsel auf eine neue Police umsteigen zu können. Nutzen Sie vorher Vergleichsportale wie Verivox oder Check24, um sich einen Überblick über Preise und Leistungen zu verschaffen.

 

Lohnsteuerermäßigung beantragen

Wer weiß, dass er beim Finanzamt hohe Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen geltend machen kann, hat die Möglichkeit, eine sogenannte Lohnsteuerermäßigung zu beantragen.

Damit sichern Sie sich die Steuererstattung, die Sie erst nach Abgabe der Steuererklärung erhalten würden, bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug.

Wer das bis zum 30. November 2025 tut, kann sich den Freibetrag nicht nur für den Veranlagungszeitraum 2026 sichern, sondern auch noch rückwirkend für das gesamte Jahr 2025.

Danach müssen Sie bis zur Steuererklärung warten, um eine Erstattung zu erhalten.

 

Allerheiligen

Am 1. November ist Allerheiligen – ein gesetzlicher Feiertag in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Da der Tag diesmal auf einen Samstag fällt, dürften die Geschäfte bereits am Freitag stark besucht sein. Brückentage werden gerne für einen längeren Urlaub genutzt.

 

Weihnachtsmärkte

Ab Mitte November verwandeln sich deutsche Innenstädte wieder in ein Lichtermeer.

Der Dortmunder Weihnachtsmarkt startet am 20. November, Berlin folgt am 24., Dresden am 26. und Nürnberg am 28. November.

Dank neuer GEMA-Regelungen dürfen Besucher sich auf mehr Musik freuen – ein Stück Tradition, Freude und gemeinsames Innehalten in der dunklen Jahreszeit.