Werterhöhung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft (Schenkung)

Es ist bei sum­mari­scher Prüfung ernst­lich zweifel­haft, ob Leistun­gen eines Gesell­schafters in die Kapital­rück­lage einer GmbH zu einer steuer­baren Wert­er­höhung der Anteile der Mit­gesell­schafter im Sinne des § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG führen, wenn die Gesell­schafter verein­baren, dass die Ein­zahlun­gen dem jeweils leisten­den Gesell­schafter zuge­ordnet werden (BFH, Beschluss v. 6.6.2025 – II B 43/24 (AdV); veröf­fent­licht am 3.7.2025).

 

Hintergrund: Nach § 7 Abs. 8 Satz 1 ErbStG gilt als Schenkung auch die Wert­erhöhung von Anteilen an einer Kapital­gesell­schaft, die eine an der Gesell­schaft unmit­telbar oder mittelbar beteiligte natürliche Person (Bedachte) durch die Leistung einer anderen Person (Zuwen­dender) an die Gesell­schaft erlangt.